Neuigkeiten

Feburar 2019
Autor: Johanna Gindl

Ein halbes Jahrhundert Blasmusik

Großes Jubiläum des Jugendblasorchesters Scholz zum 50-jährigen Bestehen

Das Jugendblasorchester Scholz feiert am 30. März sein 50-jähriges Bestehen in der Turnhalle in Schondra und blickt damit auf eine langjährige Vereinsgeschichte zurück.

1969 gründete Heinz Scholz aus Freude an der Musik mit musikbegeisterten Kindern eine Jugendkapelle. Unterrichtet wurde in der Küche von Heinz und Lonny Scholz.  Heute besteht das Orchester unter der Leitung von Sohn Joachim Scholz aus über 50 Musikern.

Geschichte der Blasmusik im Ort

Dem Jugendblasorchester wurde 2005 die Pro-Musica-Plakette für nachweislich mehr als 100 Jahre Blasmusik im Ort verliehen. Die Gemeindechronik lässt sogar vermuten, dass die Tradition schon mehr als 200 Jahre zurückreicht – die erste schriftliche Aufzeichnung stammt aus dem Jahr 1808. In diese Fußstapfen trat Heinz Scholz, der 1957 mit seiner Familie von Schlesien nach Geroda kam. Er gründete 1959 mit einigen Musikbegeisterten die „Blaskapelle Scholz“, die schnell auch im weiteren Umkreis bekannt wurde. Im Jahr 1969 schließlich gründete er das „Jugendblasorchester Scholz Geroda“. Es folgten weitere Formierungen, wie die erste Schülerkapelle unter der Leitung von Tochter Sybille Scholz, die ab 1982 als „Black Mountain Blues Band“ auftrat, während Heinz im selben Jahr eine weitere Schülerkapelle mit 33 Kindern ins Leben rief. Ein Jahr zuvor hatte sein Sohn Joachim Scholz bereits die Leitung des Orchesters übernommen, innerhalb dessen sich „Jo Scholz und die Rhöner Musikanten“ – eine Gruppe für Tanz, Show und Stimmung – formierte. Es folgten weitere Gruppierungen, bis sich 2004 schließlich aus den „Rhöner Musikanten“ und der damaligen Schülerkapelle das heutige „JBO Scholz Geroda“ formierte.  Zum 40-jährigen Jubiläum wurde Heinz Scholz, der seit der Gründung 36 Jahre lang  1. Vorstand gewesen war, zum Ehrenvorstand ernannt und für sein Lebenswerk und sein Engagement für den Verein ausgezeichnet. Durch ihn ist Geroda musikalisch weit über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt geworden. Auch nach seinem Tod im Jahr 2013 klingt sein Lebenswerk weiter.

Musikalische Meilensteine

Blickt man auf die letzten 50 Jahre zurück, hat sich eine beeindruckende Vielfalt an musikalischen Erlebnissen und Auftritten in ganz Deutschland angesammelt. So war das Jugendblasorchester Teil der Festlichkeiten anlässlich des 70. Geburtstags von Franz-Joseph Strauß auf dem Münchner Odeonsplatz, spielte auf der Erlanger Bergkirchweih, auf dem bekannten Volksfest „Augsburger Plärrer“ und war mit dem „Otto Tiefenbacher Marsch“ im Sonntagskonzert des ZDF zu sehen. Gemeinsam mit den Brückenauer Georgi-Bläsern, der Trachtenkapelle Riedenberg  und dem Musikverein Kothen wurde von 2002 bis 2005 die Veranstaltung  „Rhöner Blasmusik-Cup“ durchgeführt, aus der die Gerodaer zwei Mal als Sieger hervorgingen. Über all die Jahre hinweg nahm das Orchester an Wertungsspielen des NBMB teil und konnte hervorragende Ergebnisse erzielen.
Auch in jüngerer Zeit gab es besondere Auftritte wie das Internationale Blasmusikfest 2008 in Bad Orb, der Gewinn der ersten Rhöner Blasmusik-Meisterschaft in Unterweißenbrunn 2014 und ein Konzert in der Hamburger Hafencity neben der Elbphilharmonie im Mai 2017 gemeinsam mit dem befreundeten Orchester aus Hamburg-Duvenstedt. Jedes Jahr im November findet das Jahreskonzert in der Wandelhalle in Bad Brückenau statt. Auch das seit 1997 bestehende traditionelle Weihnachtskonzert am 4. Adventssonntag verschafft der Geröder Kirche ein volles Haus.

Das JBO Scholz im Jahr 2019

Das Orchester zählt heute über 50 Musiker im Alter zwischen 13 und 64 Jahren aus Geroda und Platz, aber auch aus Singenrain, Stralsbach, Bad Kissingen, Erlangen, Nürnberg und Hamburg. Und an Nachwuchs fehlt es nicht: als „MiniKings“ befinden sich derzeit 13 Schüler in Ausbildung. Dirigent Joachim Scholz versteht sich darin, die Interessen seiner Musikanten zu vereinen und das Publikum gemeinsam mit Tochter und Co-Dirigentin Sabine bei Auftritten auf lustige und charmante Weise zu unterhalten. Das musikalische Repertoire des Orchesters reicht von traditioneller Marschmusik und Polkas sowie Stimmungsmusik über konzertante Stücke, Musicals, Swing und Big Band-Titeln bis zu aktuellen Hits und Gesangsnummern. Joachim Scholz selbst komponiert jedem Orchestermitglied, das 50 Jahre alt wird, ein passendes Musikstück. So entstanden inzwischen zwölf Kompositionen.

Geburtstagskonzert und Open Air Party

Am 30. März 2019 lädt das JBO zum großen unterhaltsamen Jubiläumsabend mit den „Kapellen-Hits“ und vielen Bildern und lustigen Rückblicken in die Turnhalle nach Schondra ein.  „Die Party des Jahres!“ steigt dann am 18. Mai 2019 mit dem „Bläsersound im Wiesenground – OpenAir“ und Orchestern aus Hamburg, Greußenheim und der Partyband „BecherKlang“ aus Fulda.


April 2018
Autor: Achim Scholz

Dorthin, wo Tiere reden können….

Auf dem Silberberg bei und mit viel Sonne, toller Aussicht, Radler, Bier, Kaffee, gute Laune …

Auf dem Silberberg bei und mit viel Sonne, toller Aussicht, Radler, Bier, Kaffee, gute Laune …

glaubte zumindest der Verfasser dieser Zeilen zu reisen, als er am 20. April 2018 in Geroda mit 43 weiteren wackeren Rhönbewohnern in den Bus nach Bodenmais stieg. Angst hatten sie keine vor dem Abenteuer – hatte doch der Bürgermeister persönlich das Steuer (= Buslenkrad) fest in der Hand, doch neugierig auf die wilde Natur und die Eingeborenen waren sie schon ein wenig! Kurz gesagt: sie wurden enttäuscht! Fuchs und Hase sagten sich nicht „Gute Nacht“. Keine Hinterwäldler, keine Schotterstraßen, kein Tante-Emma-Laden, keine muffige Dorfkneipe, kein Hotel a´la Schullandheim!!! Welch eine Überraschung! Bodenmais erwies sich von der ersten Minute an als Top-Adresse für den ereignisreichen Kurzurlaub von 44 erlebnishungrigen Musikanten und deren Anhang.

… und Schnaps für die Mädels nach der Damenwahl!

… und Schnaps für die Mädels nach der Damenwahl!

In einem modernen Urlaubshotel nach Ankunft flugs die komfortablen Zimmer bezogen und gleich drauf die
Hauptflaniermeile – gesäumt mit Souvenirläden, Geschäften, zahlreichen Gaststätten und Cafes – entlang spaziert zum Dorfstadl. Dort wartete auch schon der redselige Wirt Peter mit einem leckeren Menü, das sich jeder Tage zuvor schon per Internetklick bestellt hatte. Bei Schnaps und Bier feierte
die Rhöner Musikantenschar in dieser urigen Location bis auch den Letzten das bequeme Hotelbett
magisch anzog.

Mit Marschmusik durch Bodenmais zur Freude der Einwohner und Urlauber. Kommt dort wohl nicht so oft vor.Mit Marschmusik durch Bodenmais zur Freude der Einwohner und Urlauber. Kommt dort wohl nicht so oft vor.Am Samstag konnten sich die Rhöner Musikanten schon vor dem Frühstück die Sympathie der Hotelgäste erwerben: Ein spontanes Ständchen vor dem Hotel – und aufgemerkt! vor dem Frühstück!! – lockte die begeisterten Gäste zum Teil im Schlafanzug auf den Balkon zum Beifall klatschen. Nachdem sich die Musikanten dann am reichhaltigen Frühstücksbuffet gelabt hatten, zog die muntere Schar bei erstklassigem Sommerwetter in die wirklich beeindruckende JOSKA-Glaswelt (schaut einfach mal im Internet). Blasmusiker können auch Glas blasen, das bewiesen besonders einige junge Mädels, die schnell entschlossen auf diese Weise ihr persönliches Muttertagsgeschenk herstellten! Nach der Führung durch die riesige Ausstellungs- und Verkaufshalle wurde natürlich
kräftig eingekauft, graviert und im Bistro entspannt.

Spontane, musikalische Einlage im Adam-Bräu am Abend - zur Freude der Gäste und auch von uns!

Spontane, musikalische Einlage im Adam-Bräu am Abend – zur Freude der Gäste und auch von uns!

Zurück im Ortskern wartete der Braumeister des Adam-Bräu auf die vereinzelt mit Glaswaren schwer beladenen Rhöner, um ihnen die Kunst des Bierbrauens näher zu erklären. Nach sehr viel Theorie kam dann die Rettung für stark unterhopfte Trompeten- und E-Bassspieler. Bierprobe mit Leberkäs und Biersenf! Anmerkung des Verfassers: Bier gehört in den Krug, nicht in den Senf!! Nachdem die Gefahr des Austrocknens vorerst gebannt war, wandte man sich Höherem zu – dem Silberberg. Zur Talstation der Gondelbahn gelangten die Gipfelstürmer mit einem Bähnle a´la Klaushof. Der „Lokführer“ denkt sicher noch länger an die lustige, singende Truppe, die bei der Fahrt durch den Ort für Furore sorgte. Leider war die Gondelbahn noch im Winterschlaf. Der an deren Stelle verkehrende kostenlose Shuttle-Service zur Bergstation erwies sich als Jeep mit Ladefläche, auf der sonst Schafe transportiert werden. Aber es war ja gratis und lustig obendrein! Oben gab es jedenfalls Bier! Und als der Bistrochef zur Damenwahl aufforderte und jeder Dame einen Likör versprach, musste er auch Wort halten und seine Schnapsvorräte wurden von den Rhöner Mädels erheblich reduziert. Je höher der Berg, umso höher die Stimmung.

Auftritt am Sonntag im Biergarten des JOSKA-Glasparadieses

Auftritt am Sonntag im Biergarten des JOSKA-Glasparadieses

Auch an der Bergstation hinterließen die wackeren Rhöner bleibende Erinnerungen bei Gästen, die sich gleich am Abend im Restaurant wieder zu den Musikanten gesellten. Zuvor war die Kapelle zur Attraktion des Tage geworden, als sie mit flotten Märschen auf der Hauptstraße zum Abendessen im Adam-Bräu marschierte. Autos hielten, Gäste drängten aus den Wirtschaften und Kameras klickten. Und als man vor dem Brauerei-Restaurant ein spontanes Ständchen für die zahlreichen Gäste gab, lohnte es der Wirt sogleich mit einer Runde Schnaps.
(Anmerkung: Der weiß, was sich gehört!) Mit leckeren Gerichten frisch gestärkt, unterhielt man die
begeisterten Gäste im Lokal mit Musik bis gegen Mitternacht. Und dann, im kleinen Kreis und aller Stille begingen die noch Anwesenden den Schnapszahl-Geburtstag eines sehr beliebten Musikanten
aus dem tiefen Register. Da er zum Geburtstag eine Runde Schnaps geschenkt bekam, bedankte er
sich – folgerichtig – mit einer Runde Schnaps.

Für unsere Heimreise haben wir extra noch einen preisgünstigen, mexikanischen Busfahrer engagiert, damit unser Bürgermeister Alex sich auf der Fahrt ausruhen und am Montag seiner Gemeinde wieder mit vollen Kräften zur Verfügung stehen kann!

Für unsere Heimreise haben wir extra noch einen preisgünstigen, mexikanischen Busfahrer engagiert, damit unser Bürgermeister Alex sich auf der Fahrt ausruhen und am Montag seiner Gemeinde wieder mit vollen Kräften zur Verfügung stehen kann!

Der Sonntagmorgen führte die tapferen Rhöner (es gab keine Personalausfälle) in den Biergarten der
JOSKA-Glaswelt. Nach gut zwei Stunden Show und bunt gemixter Musik, mit der sich die Geröder
Musikanten zahlreiche neue Freunde und Fans erspielten, lockte die Bushupe zum Aufbruch in die
Heimat; die geliebte Rhön!

Super organisiert und geleitet von der Vorstandschaft um Lisa Klaas dürfte dieser Musikausflug noch
lange in äußerst positiver Erinnerung bleiben. Fotos gibt’s natürlich auf facebook und später auf
unserer Homepage. Doch zum Erleben muss man selbst dabei sein…


Mai 2017
Autor: Johanna Gindl

Moin moin, Hamburg!

Endlich war es wieder soweit – wir, das Jugendblasorchester Scholz – begaben uns mit dem Bus auf große Reise in den Norden zu unseren Freunden des Duvenstedter Orchesters.
Dank einer Kontaktanzeige des Hamburger Orchesters – damals noch Spielmannszug –, auf die Heinz Scholz 1974 zufällig gestoßen war, besteht diese Partnerschaft nun schon seit knapp 43 Jahren.
jbo_duvenstedt_29-4-1-5-17-102-von-214Alle freuen sich jedes Mal riesig auf die meist zweijährlich im Wechsel stattfindenden gegenseitigen Besuche. Und diesmal gab es auch einen besonderen Anlass, denn die Duvenstedter feierten ihr 50-jähriges Bestehen und hatten dementsprechend ein buntes und abwechslungsreiches Programm für uns zusammengestellt.
Nach einer siebenstündigen, lauten und heiteren Busfahrt kamen wir am Samstagnachmittag hochmotiviert in Duvenstedt an, wo wir sogleich musikalisch empfangen wurden. Anschließend bekam dann auch schon jeder von uns eine Gastfamilie zugeteilt und wir machten uns – bewaffnet mit unserem Gastgeschenk, einer Schokoladenkreation mit JBO-Logo, gefertigt von der Schokoladenmanufaktur in Sandberg – auf den Weg zu deren Zuhause. Nach kurzem Kennenlernen und Beziehen der Unterkünfte ließen wir den Tag bei einer Wanderung in ein nahegelegenes Gasthaus und mit spätem Abendessen ausklingen. Die ganz Aktiven zog es Zeugenaussagen zufolge sogar noch auf die Reeperbahn.
Der nächste Tag stand ganz im Zeichen der Hamburger HafenCity. Das erste Highlight erwartete uns gleich zu Beginn – wir bestiegen (oder besser gesagt berolltreppten) die Plaza der erst 2016 fertiggestellten Elbphilharmonie. Die Architektur war gigantisch – schon allein die Rolltreppe zur Plattform mit ihren 82 Metern Länge war beeindruckend. Die Plaza befand sich etwa auf mittlerer Höhe und man konnte einmal ganz um das Gebäude herum laufen. Dabei hatte man einen fantastischen Blick über die Stadt und den Hafen.
Im Anschluss spielte der eigentliche Ursprung unserer Freundschaft – die Musik – erstmals eine größere Rolle. Nachdem das Duvenstedter Planungsteam eineinhalb Jahre bei der Stadt Hamburg darum gekämpft hatte, durften wir ein zweistündiges Gemeinschaftskonzert auf den Marco-Polo-Terrassen in der HafenCity spielen. Dank der gebotenen Abwechslung zwischen den beiden Orchestern, aber auch gemeinschaftlichen Stücken und nicht zuletzt wegen des guten Wetters, blieben immer wieder Menschen stehen und lauschten unserer Musik, sodass sich ein stetiger Pulk bildete, der das Aufsehen weiterer Neugieriger erregte.
Der Nachmittag schließlich stand zur freien Verfügung. Einige ließen es sich beim Essen oder Kaffee und Kuchen gut gehen, andere erkundeten die Stadt.
Mit neuem Elan, aber trotzdem geschlaucht von dem langen Tag, trafen wir uns am Abend alle wieder, um dem Mai entgegen zu tanzen. Mit DJ, Diskokugel und in musikalisch geschmücktem Raum ließ der 1. Mai nicht lange auf sich warten und es wurde bis in die Nacht hinein getanzt.
jbo_duvenstedt_29-4-1-5-17-141-von-214Am Montag, dem dritten und letzten Tag, wurde am Duvenstedter Kreisel der Maibaum aufgestellt und wir gaben zusammen mit unseren Freunden ein zweites Standkonzert. Zu diesem Anlass kamen viele interessierte Zuhörer aus dem Stadtteil. Außerdem bekam jeder von uns ebenfalls ein Gastgeschenk überreicht – die Jubiläumszeitung und eine CD mit einer Zusammenstellung der besten Stücke des Hamburger Orchesters.
Gegen Nachmittag mussten wir dann auch schon wieder Abschied nehmen. Mit weißen Taschentüchern wurden wir verabschiedet, doch die Busfahrt war keineswegs traurig – die Musikalität aller Mitreisenden hat mal wieder durchscheinen lassen… 😉
Fazit: Wir sagen Danke für dieses schöne und kurzweilige Wochenende und freuen uns schon darauf, das Orchester Duvenstedt in zwei Jahren zu unserem 50-jährigen Jubiläum begrüßen zu dürfen!
Wer noch mehr über unseren Besuch in Hamburg erfahren will, kann gerne auf der Internetseite www.orchester-duvenstedt.de oder auch auf der Bildergalerie des JBO Scholz (www.jbo-scholz-geroda.de) vorbeischauen.


März 2017
Autor: Johanna Gindl

Böhmisch versus Schlager – und mittendrin der Publikumschor

Nach dem Erfolg des Böhmischen Abends im vergangenen Jahr setzte das JBO Scholz bei der diesjährigen Ausgabe am 18. März noch eine Musikrichtung obendrauf – und kreierte den Sing-mit-Abend für die Geröder und stimmfesten Interessierten aus der Umgebung.

Die Bläser, geteilt in zwei Lager, wechselten zwischen böhmischer Musik und Schlager-Klassikern zum Mitsingen.

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Die böhmische Abteilung startete – unter der Leitung, Moderation und dem Dirigat von Joachim Scholz – mit bekannten Polkas wie dem „Böhmischen Traum“ und „Wir Musikanten“. Dank der ausliegenden Liedblätter musste das Publikum nicht fürchten, den (Text-)Faden zu verlieren und keiner hatte mehr eine Ausrede, nur stumm dazusitzen und zuzuhören. Das klappte auch sehr gut – der neu entstandene Zuhörerchor* konnte sich sehen und hören lassen.

Der zweite Teil des Abends wurde vom Schlager-Ensemble beherrscht. Sabine Scholz übernahm für diese Gruppe die Leitung und das Dirigat und ganz kurzfristig (oder auch „nach Scholz-Art“) die Moderation. Mit einer bunten Mischung aus fröhlichen Melodien wie „Eviva España“ und Udo Jürgens‘ „Mit 66 Jahren“ bis hin zum Tango „Tanze mit mir in den morgen“ katapultierte die Band die Stimmen des Publikums in überirdische Sphären.

Und schon setzten die Vertreter der traditionellen Blasmusik wieder zum Angriff an. Stücke wie „Zwei Schwestern“ oder „Aus Böhmen kommt die Musik“ ließen böhmische Herzen höher schlagen.

Der Gegenangriff der Neigungsgruppe Schlager ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten – in deren Programm wurden rote Lippen geküsst und griechischer Wein verköstigt.

Absolutes Highlight des Abends: Das Musikschnipsel-Memory. Zwei konkurrierende Publikumstische mussten unter zwölf Musikern die sechs Paare finden. Ein richtiges Paar war daran zu erkennen, dass die beiden gespielten Musikstückausschnitte zusammenpassten. Der Gewinnertisch bekam eine Flasche Wein – der Verlierertisch auch.

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Zum Finale des Abends gab es schließlich doch noch eine Versöhnung zwischen den Blasmusikfreaks und den Schunkelkönigen. Mit dem Kreuzberglied, „Feierabend“ von Ralph Siegel und „Dem Land Gerod‘“ verabschiedete sich das wiedervereinte Orchester. Der Abend scheint allen viel Freude bereitet zu haben!

An dieser Stelle geht nochmal ein großes Dankeschön an Niklas Römmelt an der Klarinette und Heribert Schießer am Schlagzeug, die für diesen Auftritt kurzfristig und trotzdem mit sehr professioneller Performance eingesprungen sind!